Eierstockentzündung: Therapien

Die Komplikationen einer Eierstockentzündung können bis zur Blutvergiftung führen. Eine effektive Behandlung ist durch die rechtzeitige Gabe von Antibiotika und eine chirurgische Abszessversorgung möglich.

Die möglichen Therapien und Komplikationen bei einer Eierstockentzündung


Bei der Eierstockentzündung läuft die Therapie immer zweigleisig ab. Zum Einen wird gegen die Symptome vorgegangen, indem beispielsweise Schmerzmittel verabreicht werden. Auch die Anordnung von Bettruhe gehört gelegentlich dazu. Steigt das Fieber zu sehr an, müssen unter Umständen auch fiebersenkende Mittel gegeben werden. Parallel dazu muss eine Bekämpfung der Erreger erfolgen, da viele von ihnen das Potential haben, sich im gesamten Organismus ausbreiten zu können. Setzt die Behandlung einer Eierstockentzündung mit Antibiotika rechtzeitig ein, ist die ambulante Einnahme über einen Zeitraum von zehn Tagen meistens ausreichend.


Das gilt auch dann, wenn Chlamydien die Verursacher sind. In der Regel kommen Tetrazykline zur Bekämpfung der Erreger zum Einsatz. Alternativ werden auch Fluorchinolone eingesetzt. Sollten beide Varianten versagen, greifen die Ärzte bei der weiteren Behandlung der Eierstockentzündung zu Präparaten wie Metronidazol oder zur Gruppe der Cephalospronine. Über einen Erregertest kann genau herausgefunden werden, mit welchen konkreten Antibiotika er bekämpft werden kann. Deshalb wird dieser standardmäßig bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung bestimmt. Ist es zur Abszessbildung gekommen, ist eine chirurgische Behandlung angeraten, die mit einer stationären Aufnahme der Patienten einher geht. Als Komplikation kann eine anschließende Unfruchtbarkeit auf Grund der Narbenbildung auftreten. Auch Verwachsungen sowie ein Sekretstau sind möglich. Die Entzündung kann in die Bauchhöhle durchbrechen, was der Mediziner als Peritonitis bezeichnet. Das kann bis hin zu einer Blutvergiftung führen. Es kann zur Abszessbildung kommen. Auch können die Beschwerden chronisch werden, was besonders dann häufig der Fall ist, wenn die Behandlung einer Adenxitis erst sehr spät einsetzt oder es sich um multiresitente Erreger handelt, bei denen sich die Antibiotika als nur wenig wirksam erweisen.