Eierstockentzündung: Diagnostik

Die Diagnostik bei der Eierstockentzündung ist sehr komplex. Sie besteht aus der Anamnese, dem manuellen Abtasten, dem Einsatz bildgebender Verfahren sowie einer Laboruntersuchung.

Die Diagnostik bei Verdacht auf eine Eierstockentzündung


Der Verdacht auf eine Eierstockentzündung ergibt sich bei der Anamnese, bei der Zeitpunkt und Ort der entstandenen Schmerzen erfasst werden. Eine Abtastung der betroffenen Regionen schließt sich an. Dabei fallen Druckempfindlichkeit beim Uterus und an den Eierstöcken und Eileitern auf. Auch ein Schiebeschmerz am Gebärmutterhals deutet auf eine Adnexitis hin. Über die Entnahme von Abstrichen kann der Erreger bestimmt werden. Auch eine Ultraschalluntersuchung bietet sich zur Diagnose einer Eierstockentzündung an. Sie wird heute in den meisten Fällen über die Vagina durchgeführt, weil so eine gegenüber der externen Ultraschalluntersuchung eine verbesserte Darstellung der Eierstöcke möglich ist. So lassen sich Schwellungen, Ansammlungen von Sekreten sowie Abszesse besser lokalisieren. Auch die Bildung von Zysten oder eine bestehende Eileiterschwangerschaft kann so als Ursache ausgeschlossen werden. Kann so keine sichere Diagnose gestellt werden, kann als weiteres Mitteln eine Laparoskopie angesetzt werden.


Es wird die Körpertemperatur gemessen, die bei bestehenden Entzündungen meistens zumindest leicht erhöht ist. Eine ergänzende serologische Untersuchung des Bluts gehört zum Standradprogramm. Dort macht sich die Eierstockentzündung durch eine Erhöhung der Leukozytenzahl sowie Veränderungen der CRP-Werte und eine Steigerung der Fibrinogenwerte bemerkbar. Über einen Abstrich können Malignome als Ursache der Beschwerden zuverlässig ausgeschlossen werden. Die Differentialdiagnose ist wichtig, da es bei den Beschwerden Überschneidungen mit anderen Krankheiten gibt. Dazu gehört beispielsweise eine geplatzte Zyste auf einem Eierstock. Auch eine Befruchtung eines Eis außerhalb der Gebärmutter kann verantwortlich sein. Morbus Crohn sowie eine Appendizitis können ebenfalls ein ähnliches Beschwerdebild bewirken. Auch die Divertikulitis, eine Erkrankung des Dickdarms, muss bei der Differentialdiagnose zuverlässig ausgeschlossen werden.